18. Februar 2010

Niagarafälle eingefroren!

Dass derzeit in großen Teilen Europas immernoch Eiszeit herrscht, geht gewaltig auf die Nerven. Aber auch in Nordamerika sieht es größtenteils nicht anders aus. Vor einiger Zeit ging es sogar so weit, dass an der US-kanadischen Grenze die weltberühmten Niagarafälle eingefroren waren!

Normalerweise bildet sich im Winter schon etwas Eis oberhalb der Niagarafälle, welches sogar teilweise bis an den Rand der Fälle reicht. Allerdings sind die Massen den schnell fließenden Gewässers doch etwas zuviel, um einzufrieren. Die Niagara Falls bestehen aus einer Seite, die den USA zugesprochen wird. Diese ist 363m lang hat aber “nur” eine Fallhöhe von 21m. Der kanadische Teil hat eine Länge von 792m und eine Fallhöhe von 52m! Da der in der Nähe befindliche Eriesee jeden Winter zufriert, kann es vorkommen, dass sich große Mengen Eis von diesem See oberhalb der Niagarafälle stauen. Vor 75 Jahren führte dies soweit, dass der Wasserfluß stark verringert wurde, was letztendlich reicht, um die Niagarafälle einfrieren zu lassen! Der Wasserfluß stoppte total und ein riesiges Gebilde an Eiszapfen bot sich dar. Dabei handelte es sich aber nur um den US amerikanischen Part der Fälle. Der gewaltigere kanadische Teil ist bisher noch nie vollkommen zugefroren. Aber bei den aktuell eisigen Temperaturen kann man sich gut vorstellen, dass auch das bald nicht mehr unmöglich zu sein scheint :).

 

10. Februar 2010

Ost Berlin, USA

Neulich sind wir (nicht ich, denn ich lese sowas nicht!) in einer amerikanischen Kochzeitschrift über folgenden kleinen Leserbrief gestolpert:

Ost Berlin in Amerika

Die gute Cyndy Mueller aus Ost Berlin im US Bundesstaat Pennsylvania wollte da auch mal ein Rezept zum besten geben. Spätestens seit Cindy aus Marzahn weiß jeder, dass Cindy/Cyndy wohl ein sehr beliebter Name in Ost-berlin ist. Dass die amerikanische Dame auch noch Mueller heisst, schießt dann wohl den Vogel ab.

East Berlin, PA liegt übrigens gar nicht soweit von Washington D.C. weg:

Größere Kartenansicht

 

4. Februar 2010

Schnee in Florida!

Deutschland erfriert im harten Winter 2009/2010. Und ein Ende ist anscheinend nicht in Sicht. Gerade gestern war der berühmte Groundhog Day. In Deutschland ist dieser Tag bekannt aus dem Film “Und täglich grüßt das Murmeltier”. Dabei werden an verschiedenen Orten in den USA und Kanada einmal im Jahr Murmeltiere aus ihrer Höhle geholt und dann wird halbwegs frei interpretiert, ob das Murmeltier “Schatten sieht”. Um es kurz zu machen, fast alle Murmeltiere waren sich einig, dass der Winter noch 6 Wochen andauert. Sind das jetzt gute oder schlechte Nachrichten?

Auch wenn man es kaum glauben mag, auch in Florida kann es mal kalt werden. So war bis vor wenigen Tagen eine echte Kältewelle über dem Sunshine State, die in Zentralflorida und Nordflorida teilweise sogar Temperaturen unter 0 Grad bewirkte! Da viele Früchte, wie z.B. Orangen, aus Florida kommen, hatten nun alle Bauern Angst um ihre Ernte. In Südflorida wurde es nicht ganz so kalt, aber immerhin wurden auch dort Temperaturen unter 10 Grad gemessen. Ingesamt reichte es aber nicht ganz für Schnee. Was aber nicht heisst, dass es nicht trotzdem geschneit hat in Südflorida. In West Palm Beach kam man nämlich auf die tolle Idee, sich zu Weihnachten den Schnee einfach mal selber zu machen. Und so schneite es dann regelmäßig von den Palmen:

Schnee in Florida

 

30. Januar 2010

Der interessanteste Artikel im amerikanischen Supermarkt ist…

…eine grandiose Auswahl an Särgen!

Särge im amerikanischen Supermarkt Costco

Richtig gehört. In den USA gibt es in Supermärkten nichts, was es nicht gibt. Zumindest ist dies so bei Costco. Warum also ein Bestattungsinstitut beauftragen, wenn man den Sarg zum Supersparpreis direkt in den Einkaufswagen legen kann? Vielleicht wartet man auch hier auf spezielle Angebote. Wie wär es beispielsweise mit einem BOGO (buy one, get one free)? Damit ist die Freude über die Ersparnis beim nächsten Familienbegräbnis garantiert!

Costco ist übrigens kein normaler Supermarkt, sondern am ehesten vergleichbar mit der deutschen Metro. Man benötigt eine Mitgliedschaft, um dort einkaufen gehen zu können. Oder eben jemanden, der dort eine Mitgliedschaft hat.

Was für tolle Artikel habt ihr in amerikanischen Supermärkten noch so entdeckt?

 

28. Dezember 2009

Weihnachten Berlin vs. Miami

Weihnachten ist nun vorbei und ich habe klassisch ein paar Pfunde
zugenommen. Mir ergeht es da ähnlich wie Herrn Schmitt (siehe unten).
Zu Heilig Abend gab es bei uns einen überaus leckeren Abendschmaus. Im
Stile unserer Berliner Heimat durfte auch der Kartoffelsalat nicht
fehlen. Als Nachtisch kamen dann aber auch Schokobrownies zum Einsatz.
Klassisch Deutsch haben wir die Bescherung am 24. gemacht und danach
einen leckeren, selbstgemachten Likör genossen. Es waren schöne
Feiertage.
Für Micha in Florida dagegen war es wohl das erste Weihnachten unter
Palmen, wobei ich persönlich zu Weihnachten eher der Tannenfan bin.
Nun der eine Unterschied ist wohl die Palme. Der Andere dann, dass es
Geschenke erst am 25. gibt und zwar morgens. Die Geduld hab ich dann
doch nicht :-) Ich hatte meinen selbstgemachten Kirschlikör und bei
Micha gab es frisch gepressten Orangensaft. Gemeinsames hatten wir
wohl indes im Wetter, denn in Berlin lag genauso viel Schnee wie im
Sunshine State.

 

22. Dezember 2009

Schmitt wie Smith – Folge 1: Der erste USA Urlaub

Der erste USA Urlaub

 

21. Dezember 2009

Frohe Weihnachten auf nordamerikanisch

Wer schon immer wissen wollte, was der Unterschied zwischen europäischem und nordamerikanischem Weihnachten ist… ein Blick auf die Arbeit des Weihnachtsmannes in den verschiedenen Ländern verrät es!

Wir wünschen Euch und Euren Familien ein frohes Fest!

 

19. Dezember 2009

Apartment “Shopping” for Insiders – Wohnungssuche für Reingefallene

Jetzt wo das erste Jahr in Florida fast rum ist, nähert sich auch der erste US Mietvertrag dem Ende. Vor genau einem Jahr hatten wir damals fantastische 7 Tage für das Finden einer Wohnung in Miami eingeplant (neben den hundert anderen Behördengängen). Ist im Nachhinein übrigens nicht so ganz empfehlenswert. Immerhin hatten wir das Glück und wurden fündig. Auch wenn wir insgesamt ein relativ glückliches Händchen hatten und in ein schönes, gepflegtes Städtchen etwas abseits vom Miamitrubel gezogen sind, wurde uns doch relativ schnell klar, dass wir unseren Mietvertrag nicht noch einmal um ganze 12 Monate verlängern wollten.

Da man zum Ende der Vertragslaufzeit eine Art Kündigungsschreiben spätestens 30 Tage vor Ablauf des Vertrages abliefern muss, wurde es also auch langsam Zeit, sich um die nächste Unterkunft zu kümmern. Dabei ist die Wohnungssuche in Amerika meines Erachtens doch relativ simpel, wenn auch zeitaufwendig. Um es kurz zu machen, auf craigslist findet man jeden Tag das gleiche Apartment 19 mal und es ist etwas nervig, sich da durch zu wurschteln. Weitere gute Quellen sind immer die Apartment Guides, die bei allen möglichen grocery stores usw. rumliegen.

Im Wesentlichen läuft die Wohnungsjagd so ab. Rein zum property manager, kurz einen Wisch ausfüllen und ID (z.B. Führerschein) abgeben (man weiß ja nie, was dem armen Menschen vom management da sonst so zu stößt). Dann fährt man in 95% der Fälle mit einem kleinen Golfcart die ganzen 25m vom leasing office zum Modellapartment. Man kriegt noch alle Annehmlichkeiten gezeigt (Pool, Fitnessstudio, Businesscenter, Tennisplatz, …) und kann sich bei Interesse eine Application mitnehmen. Meist kostet die Bewerbung selbst schon Geld. Eine Adminstration und Application fee (pro Person) summiert sich schnell mal zu $200 und da hat man noch nicht mal das Apartment gesehen. Wenn man Pech hat und befunden wird, dass man doch vollkommen ungeeignet ist nach Überprüfung des Credit Scores (das kann ja schwierig sein, wenn man als frischer Auswanderer gar keinen hat), criminal background, employment und renter’s history (auch schwierig, wenn man relativ “neu” ist) – dann war’s das mit dem Geld. Nun “haben” die sich aber meist nicht so und man kann schlechte Bewerbungen erheblich durch ein höheres “security deposit” (also Kaution) aufwerten. Die Kaution liegt etwa bei Preisen von $99 (als Lockangebot) bis hin zu 2 Monatsmieten für Leute, die kaum Credit Score aufweisen können. Üblicherweise sollte das Deposit aber bei $200 bis $300 liegen. Oh und wer ein Haustier hat…. hier werden nochmal $200 oder $300 fällig – pro Tier! Der aufmerksame Leser merkt, das wir bis hierher noch keinen einzigen Cent Miete bezahlt haben!

Nun gut, um die Geschichte etwas interessanter zu gestalten zurück zu meiner persönlichen Geschichte. Wir haben uns in 2 Tagen etwa 15 Wohnanlagen angeguckt. Der persönliche Höhepunkt war eine riesige Community, in der wer erstmal gar nicht reingekommen sind (wie edel!). Normalerweise gibt es immer die Möglichkeit, dass “future residents” irgendwie direkt zum leasing office gelotst werden. Das schien hier aber eher unmöglich. Ein netter Nachbar hat uns dann aber schnell mitreingelassen, bevor uns die Schranke auf den Kopf gefallen ist.

Einmal in der Community war es dann auch äußerst schwer, das leasing office zu finden. Naja, Hinweisschilder verwirren ja auch eher. Nachdem wir das leasing office zufällig gefunden hatten, wurde es interessant. Zunächst war man überrascht, dass wir uns doch im leasing office tatsächlich für eine Wohnung interessierten. Wie immer fingen wir an, den Standardwisch auszufüllen, während uns die “nette Tante” nebenbei erklärte, dass man hier schon einen fantastischen credit score vorweisen müsste. Und man auch eine extrem tolle employment history haben sollte. Dafür sei ja die Community so toll. Wir würden sogar einen Disney und HBO Channel geschenkt bekommen. Was ich denn beruflich mache. Und noch andere Fragen, die vorher keiner gefragt hatte (jedenfalls nicht, nur weil wir mal eine Wohnung sehen wollten). Nach zehnminütiger Ausführung über diese tolle Community teilte und die Dame dann mit, dass es sich übrigens um eine “income restricted community” handelt, was ich jetzt mal ganz simpel mit “sozialem Wohnungsbau” übersetze. Man dürfe nicht mehr als $29,000 im Jahr verdienen – zusammen (Ehemann UND Ehefrau).

Das ist natürlich ein bißchen schwierig und wir mussten uns verabschieden. Die nette Dame sagte dann noch, dass sie sich das ja schon fast gedacht hätte, als sie nach meinem Beruf gefragt hatte. Trotzdem danke für die viele und reichliche Auskunft.

 

14. August 2009

Greencards an Deutsche im Jahr 2008

7,000 Deutsche (die in Deutschland geboren sind) sind im letzten Jahr in den Genuss gekommen, eine Green Card zu erhalten. Rund die Hälfte dieser Personen waren Angehörige von amerikanischen Staatsbürgern.

Viel interessanter ist aber noch die Anzahl der vergebenen Green Cards durch einen Arbeitsplatz. So haben 2,340 Deutsche diese durch einen Arbeitsplatz bekommen. Hier dürften allerdings auch Familienmitglieder dieser Personen mitgezählt sein. Das bedeutet wiederum, dass wahrscheinlich 1,200 Deutsche eine Green Card durch einen Job bekommen haben. In Österreich dagegen, haben 184 Personen eine Green Card durch den Arbeitsplatz bekommen. 753 Lotterie-Green Cards gingen nach Deutschland und 23 nach Österreich.

(Quelle: Wolf Kaufmann in Xing aus 2008 Yearbook of Immigration Statistics. Department of Homeland Security)

 

3. August 2009

Immer mehr Deutsche wandern aus

Wie das Statistische Bundesamt im Juli mitteilte, wandern erstmals mehr Personen aus Deutschland aus als zuwandern. Demnach ist auch der Anstieg bei deutschen Auswanderern ungebrochen und so hoch wie nie zuvor. Im Jahr 2008 stieg die Zahl deutscher Auswanderer um 14.000 Personen an, damit stieg die Zahl deutscher Auswanderer auf insgesamt 175.000 im Jahr 2008. Dies ist die höchste Quote seit Beginn der Aufzeichnungen 1954.

Die USA bleibt eines der beliebtesten Auswandererziele der Deutschen. Im Jahr 2008 wanderten 15.500 Deutsche in die USA und 5.600 Deutsche nach Kanada aus.

(Quelle: vgl. Berliner Morgenpost 24.07.2009)